Ein Tag bei Kitesurf Adventure

Solltest Du noch nie von uns gehört haben und keinerlei Vorstellungen von dem haben was wir tatsächlich machen, dann bist Du hier genau richtig.
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Video „Ein Tag“

In unserem Video „Ein Tag bei Kitesurf Adventure“ kannst Du sehen wie ein typischer Tag bei uns abläuft – natürlich ist jedes Kitecamp anders. Es dürfte klar sein das ein Learnival-Kitecamp in El Gouna etwas anders läuft als eine Abenteuer Kitereise mit Landcruisern entlang der Westküste Australiens!

Kitesurf Adventure „Ein Tag“ from Kristian Schmid on Vimeo.

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Erlebnisbericht Kitecamps

Die beiden Auszüge aus Erlebnisberichten vom Adventure Kitecamp Brasilien 2010 und vom Learnival Kitecamp El Gouna geben Dir ebenfalls einen tollen Einblick in unsere Abenteuerwelt:

Brasil 2010 – die Caipis und das Meer

Tag 9

8:30 Uhr – Ich schleppe mich zum Frühstücksbuffet. Meine Knochen singen mir ein Lied davon wie der Wind in den letzten Tagen war. Ich habe schon oft von dem legendären 100% Wind in Brasilien gehört – aber geglaubt habe ich es nie. Mittlerweile ist das Routine. Ich stehe schon immer ganz entspannt auf und gehe auf den letzten Drücker zum Frühstück, weil es wird sowieso wieder den ganzen Tag blasen. Und so bin ich auch der letzte der am Buffet eintrudelt. Die anderen schlürfen bereits ihren Kaffee und genießen die frischen tropischen Früchten.

9:30 Uhr – Wir entschließen uns gemeinsam den 10 minütigen Spaziergang am Strand entlang zu machen anstatt den Transfer zur Station zu nehmen. Schließlich sind wir im Kiteurlaub. Und so schlendern wir alle zusammen gemütlich zum Kitecenter an die Lagune. Wunderbar zum endgültigen wach werden und nebenher den Tag schon schon mal durch zu gehen. Ziele setzten, heiß machen, Wind checken – Vorfreude kommt auf.

 

10:00 Uhr – Der Wind hat mittlerweile richtig angezogen und wir haben angefangen unsere Kites aufzubauen – wie immer unter Mithilfe und Beratung von Kris. Ich kann eigentlich mittlerweile mein Kitematerial selbst auswählen und aufbauen, aber es ist beruhigend zu wissen, das da jemand ist der nochmal drüber schaut und bei der Materialwahl den einen oder anderen Tipp gibt.

10:45 Uhr – Los geht’s! Ich schnappe mir meine Bar und mein Board und es geht Richtung Wasser. Kurz noch ein paar Tipps zur Switchhalse und zum Chophop bevor es losgeht und schon bin ich in Startposition! Alles gecheckt – passt – Daumen hoch und mein Starthelfer entlässt meinen Kite in die Freiheit…. Das Kribbeln ist jetzt schon extrem….

11:30 Uhr – Wir sind mittlerweile alle auf dem Wasser. Kris hat sich die beiden Einsteiger geschnappt und ist ins Stehrevier etwas nach Luv gegangen. Wie besprochen kreuze ich zu Ihm hoch und hol mir weitere Tipps. Heute steht Springen auf dem Programm. Ich bin zugegebenermaßen etwas nervös – immerhin hat mein Kite schon ganz gut Power und was ich so gesehen habe kann es ordentlich nach oben gehen. Bei Kris angekommen übergebe ich ihm meinen Kite und mein Board. In aller Ruhe erklärt er mir die Sprungtechnik in 4 wesentliche Elemente unterteilt. Dann fährt er mir das ganze noch viermal vor, wobei ich wiederum nur auf die vier wesentlichen Schritte achte. Ok – theoretisch sollte das klappen…. sieht jedenfalls sehr easy aus bei Ihm…

13:00 Uhr – Mittags wird der Wind immer etwas schwächer und wir sind mittlerweile alle im Beachclub auf unseren Beanbags oder in Hängematten verteilt und warten entspannt auf unser Mittagessen…. Essen, Chillen, Powernapping ist mein Programm für die Mittagspause. Brazilian Style :)

16:00 Uhr – YEAHHHHHH! Ich stoße einen Jubelschrei aus. Mein erster gelungener Sprung! Irre. Ich bin total high. Ich glaube ich werde heute mit nem eingestanzten Grinsen einschlafen. Der Wind hat wieder angezogen und wir sind alle längst wieder auf dem Wasser. Ich genieße die riesige Lagune in der es nie zu eng wird und schaue den anderen während ich entspannt vor mich hincruise bei Ihrer Action zu.

18:00 Uhr – Sunset – ahhhh….was für eine Stimmung. Ich bin total platt, aber es ist einfach zu geil um jetzt vom Wasser zu gehen. Ich hab mich in einer kurzen Pause mit einem Eis und einer Coke schnell gestärkt und bin einfach nur noch glücklich über einen absolut gelungenen Kitetag der mit einer Sunsetsession ausklingt….

18:45 Uhr – Wir sitzen alle mit einem dicken Grinsen im Gesicht in der Kitelounge und stoßen mit unseren frischen Caipis auf den Tag an. Es gibt noch ein kurzes Feedback und einen Ausblick auf morgen, dann begeben wir uns auf die geschmackliche Reise durch das Land der Limetten und des Rums und lassen den Tag Revue passieren…

 

20:30 Uhr – Das Abendessen wurde von mir wie immer ächzend herbeigesehnt, weil der Hunger einfach gigantisch ist nach einem Kitetag – da helfen auch die Caipis nix :) Wir hauen alle mächtig rein am Buffet und genehmigen uns noch den einen oder anderen Cuba. Alles gut. Perfekter Tag. Wir wollen heute etwas früher ins Bett, da wir alle noch von der Party am Vorabend angenockt sind und wir morgen früh unseren Roadtrip starten wollen….

0:30 Uhr – Es wurde natürlich doch wieder später als geplant und ich sinke tot müde in meine Falle. Das Grinsen ist immer noch da während ich wegnicke. Ich kann nur nicht mehr so hundertprozentig genau sagen was die eigentliche Ursache ist: der Hammertag, die Caipis oder die Vorfreude auf unseren Roadtrip nach Norden!

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El Gouna, Ägypten 2010 – Der fliegende Teppich

 

Tag 1

8:00 Uhr – Meine erste Nacht im Kitebungalow habe ich sehr entspannt hinter mich gebracht. Die Ankuft gestern Abend war super unkompliziert und ich habe bereits die Anderen bei einem Bierchen kennengelernt, die bereits alle etwas länger da sind – sehr nette Truppe. Wir haben uns auf acht für das Frühstück verständigt, da Tobi und Kris sich mit uns um kurz vor neun am Kitebeach treffen wollen.

9:00 Uhr – Wir rollen pünktlich per Tok Tok am Kitecenter ein. Noch sind nur zwei Kiter auf dem Wasser obwohl der Wind mir schon recht stark vorkommt. Ich muss dazusagen: ich bin blutiger Anfänger und habe keine Ahnung was mich so wirklich erwartet. Also folge ich den Anderen während sich eine gewisse positive Nervosität in mir ausbreitet. Tobi und Kris sind bereits am Material ausgeben und begrüßen mich erst einmal herzlich als sie mich sehen. Tobi erklärt mir, das wir in wenigen Minuten loslegen werden, wenn die Fortgeschrittenen mit Material versorgt sind.

9:30 Uhr – Wir – das sind Klaus, Maren und ich – haben mittlerweile unsere Stations- und Reviereinweisung hinter uns und stehen nun recht ratlos mit Kiteequipment unterm Arm auf dem Strand. Tobi lacht und sagt uns, dass dies der übliche Gesichtsausdruck sei und fängt an uns Schritt für Schritt in die Geheimnisse des Kiteaufbaus einzuweisen. 45 Minuten später liegt unser Kite aufgebaut am Strand und ich meine, eine grundlegende Ahnung von meinem Material zu haben. Insbesondere das Sicherheitssystem hat Tobi ausführlich erläutert und wir mussten es alle einmal auslösen.

10:00 Uhr – Wir haben uns umgezogen und Tobi hat uns noch das Windfenster erklärt – damit wären wir wohl startklar. Mal sehen ob das stimmt. Ich bin jetzt doch etwas aufgeregt nachdem wir gehört haben wie viel Kraft ein Kite entwickeln kann. Tobi geht mit uns zusammen ins Wasser und ein Starthelfer vom Kitecenter schnappt sich den Kite. Wir positionieren uns hinter Tobi während er uns die einzelnen Schritte erklärt die es beim Startprozedere zu beachten gilt. Alles klar wir haben alles durch gecheckt; Tobi gibt dem Starthelfer die Startfreigabe und steuert den Kite ganz lässig über unsere Köpfe.

12:00 Uhr – Gerade hat mir Tobi mitgeteilt das wir so in 20 Minuten Mittag machen. Ich habe meinen fliegenden Teppich mittlerweile ganz gut unter Kontrolle und kann Ihn sogar schon von der Wasseroberfläche wieder starten wenn er mir abgestürzt ist. Die anfängliche Nervosität ist komplett verflogen und ich finde es spannend den Kite in den Bereich zu fliegen, in dem er deutlich mehr Druck entwickelt. Tobi hat schon angedeutet, das der Spaßfaktor nach dem Mittagessen noch einmal deutlich steigen wird – dann geht’s an die Bodydrags.

13:00 Uhr – Ahhhh ein schöner Berg Spaghetti steht vor mir auf dem Tisch. Ich überblicke den gesamten Spot und lausche den Stories der Fortgeschrittenen aus unserer Gruppe – schließlich will ich wissen was mich erwartet. Kris und Tobi erzählen noch ein wenig von ihren ausgefallensten Kitetrips und dann ziehe ich mich auf eine der urgemütlichen arabischen Couchen zurück um ein wenig zu dösen.

14:38 Uhr – Es geht weiter… wir sind bereits beim Materialaufbau. Dieses Mal schon selbständig, aber natürlich mit Tobi’s Hilfe und finalem Check. Schnell für’s Wasser fertig gemacht und auf in die Fluten. Der Start des Kites erfolgt noch unter Tobi’s wachsamen Augen, damit ja nichts schief geht. Und dann heißt es wieder an den Kite gewöhnen und Action Time! Nach 15 Minuten kommt Tobi zu mir und erklärt mir den Bodydrag und gibt mir ein klares Ziel. Ich taste mich langsam immer weiter mit meinem Kite in die Powerzone vor, wodurch dieser zunehmend Druck entwickelt. Und zack so schnell kann ich gar nicht überreißen was passiert hänge ich auch schon in der Luft und genauso schnell klatsche ich ins Wasser zurück. Als ich auftauche liegt mein Kite auf der Wasseroberfläche und ich sehe wie Tobi zu mir rüberkommt und breit grinst. „Schöner erster Sprung“ meint er lachend…. Wie geil war das denn?!?

16:00 Uhr – Leider müssen wir aufhören, weil der Wind stark nachgelassen hat. Trotzdem bin ich total euphorisch und freue mich schon auf morgen. Nachdem wir alles zusammengepackt haben treffen wir uns noch zu einer kurzen Feedback-Runde und besprechen wie es morgen weitergeht. Kaum sind wir durch steht ein Teil der Gruppe schon mit dem Beachvolleyball in der Hand vor uns fragt wer Lust hätte. Perfekt – ich liebe Beachen. Da wird der vorherige Plan Schnorcheln zu gehen kurzerhand über Bord geworfen.

18:00 Uhr – Völlig platt schlurfen wir nach geiler Beachvolleyballaction an die Bar und gönnen uns erst einmal ein eiskaltes Bier. Maren und Ihre Freundin kommen gerade vom Schnorcheln zurück und erzählen begeistert was sie alles gesehen haben. Im Endeffekt also halb so wild das der Wind einschlief….

20:30 Uhr – Die Jungs haben mich schon vorgewarnt – heute nach dem Essen mit der Gruppe, gehen wir aber noch los! Also bin ich gespannt was El Gouna so zu bieten hat und die erste Überraschung ist die Marina mit all ihren Luxusyachten. Doch recht beeindruckend. Und mittendrin unser Restaurant das Pier 88 ein Ponton auf dem Wasser. Ich entscheide mich für ein Filet Mignon und erlebe meine zweite Überraschung – ein wirklich ausgesprochen gutes Steak…

0:50 Uhr – Völlig erschöpft schließe ich die Tür zu meinem Zimmer und lasse nochmals einen ersten rundum gelungen Tag durch meinen Kopf gehen. Fazit: Sehr zufrieden falle ich in mein Bett und klopfe mir selbst ein wenig stolz auf die Schulter – „Gut gemacht Junge“.